10. Nur 2.000 Schritte am Tag gehen

20.000….

…. Nein, nicht Meilen über dem Meer. 20.000 Schritte jeden Tag. Das ist mein Durchschnitt seitdem ich losgereist bin. Zum Vergleich: 2.000 Schritte an einem Büro-Tag.

Dies also ist das 10. Muster, in das ich nicht mehr verfallen möchte. An Arbeitstagen war es nicht selten der Fall, dass ich mich so wenig bewegte, dass mein Polar-Armband aus Frust in die Ecke flog. Das Tagesziel erreichte ich nie annähernd. Wirklich frustrierend.

Mal ganz davon abgesehen, dass ich mit Eintritt ins Berufsleben ganze 6 Kilo draufpackte. Kennt ihr dieses Gefühl, wenn man sich so richtig bäh fühlt? Den ganzen Tag nicht bewegt, fettig und süß gegessen. Neben dem vielleicht schlechten Gewissen plagt einen auch der Körper mit Signalen wie Müdigkeit, Trägheit, Völle, … unschön.

Kaum war das Wochenende da, lief es gleich viel besser. Man bewegte sich mehr und fühlte sich dadurch rundum wohler.

Und dann ist man auf Reisen. Alles ist plötzlich anders. Ohne drüber nachzudenken, gehe ich im Schnitt 20.000 Schritte täglich. Ich fühle mich fit, aktiv, voll Tatendrang.

Es dauerte nicht lange und ich brauchte die Bewegung. Der Körper strebt danach und der Geist genießt es. Einfach zu laufen, hat etwas Meditatives. Der Kopf kann abschalten und loslassen.

„Wandern ist eine Tätigkeit der Beine und ein Zustand der Seele.“ – Josef Hofmiller

Nicht umsonst sind viele Pilgerpfade mit einem erheblichen Bewegungsaufwand verbunden. Wie ich erst kürzlich beim Aufstieg auf den Adams Peak in Sri Lanka erfahren durfte. Ein Pilgerort für Buddhisten, Hindus, Muslime und Christen gleichermaßen. (Typisch Sri Lanka 😉 )

5.200 Stufen und 1.000 Höhenmeter warteten auf mich, bis ich den 2.243 m hohen Gipfel erreichte. In der Nacht um 2 Uhr gestartet, kam ich mit meiner Wandertruppe gegen 5 Uhr am Gipfel an und durfte dort den wunderschönen Sonnenaufgang genießen, begleitet von Trommelwirbel und Gesängen.

Ein wahrlich entschädigendes Erlebnis für die Strapazen des Auf- und vor allem des Abstiegs.

„Es kommt niemals ein Pilger nach Hause, ohne ein Vorurteil weniger und eine neue Idee mehr zu haben.“ – Thomas Morus

Und so hilft das Pilgern sowie das Wandern und Bewegung generell nicht nur dem Körper, sondern noch vielmehr dem Kopf.

Lauft euch frei. Lauft euch kreativ. Lauft euch sorglos. Lauft euch glücklich. 🙂

 

 

 

 

9 Comments

  1. Sandra's FlipFlops

    Ach Angie – hoffentlich folgen noch weitere 100. Muster von Dir!
    Großartige Bilder, mein Fernweh ist total angestachelt und ich habe erst 6 Monate um 🙂
    Ich freue mich auch, so ein paar Eindrücke von Sri Lanka zu erhalten.
    Weiterhin Alles Gute und sicheres Reisen!

    Gefällt 1 Person

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