Fiji time – no hurries, no worries

Unser zweites Ziel im Südpazifik: Fiji. Wir waren super gespannt und konnten uns nicht wirklich vorstellen, dass es hier viel anders ist als auf den Cook Inseln. Doch kaum dort angekommen, verspürten wir direkt ein Südost-Asien-Gefühl. Ein handelndes kleines Völklein erwartete uns, das alle Patzer mit der Fiji-Time entschuldigte und bei dem man manchmal erst beim zweiten Hinsehen erraten konnte, wie weit es mit der „Bula“-Freundlichkeit wirklich her war. 😀

(Bula ist das das Allrounder-Wort auf Fiji. Hallo=Bula, Tschüss=Bula, Danke=Bula… Leck mich=Bula und so weiter ^^)

Von allen Seiten hatten wir im Vorhinein gehört, dass man sich nicht zu lange auf der Hauptinsel aufhalten sollte. Als wir dort im Hostel eincheckten, waren wir jedoch positiv überrascht. So schlimm fanden wir es gar nicht. Gut… das Wasser entsprach keinem Südseeparadies, sondern eher der Nordsee… Aber das Hostel sah schön aus, direkt am Strand mit Beach-Bar. Also entschieden wir uns, eine zweite Nacht zu buchen und am nächsten Tag zu entscheiden, welche andere Insel noch bereist werden sollte.

Aus einer kurzen Frage in die Runde Fremder wurde ein legendärer Party-Abend. Schon wieder! Irgendwas haben diese Inseln an sich! 😀 Und wenn alle so am Tisch zusammen feiern – Deutsche, Kiwis, Engländer, Belgier, Schweizer, Amerikaner etc. – dann ist die Welt so schön in Ordnung. Das ist das Schöne an Hostels. So viele verschiedene Länder und Kulturen kommen zusammen mit einem Ziel – günstig reisen und interessante Menschen kennenlernen.

It’s all about People! – Definitiv!

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Der nächste Tag war – zusätzlich zum leichten Kater (wir gehören ja immerhin fast überall zum alten Eisen^^) – eher weniger lustig, denn ich entdeckte einen Haufen von Bettwanzen-Stichen an meinen Oberschenkeln. 😦 Das sah echt übel aus und tat auch ziemlich weh. Bettwanzen also… Schon viel gehört, zum Glück aber noch nie gesehen. Irgendwann musste es ja mal kommen. Dabei haben sich diese sch…Viecher gar nicht im Bett versteckt, sondern in der Holzbank, auf der ich am Abend zuvor so fröhlich gefeiert hatte… Verdammt! Naja.. konnte ich nichts machen. Die Hose wanderte in den Müll und ich hoffte, dass ich keine mit nach Mana Island einführte, wo wir nämlich für die nächsten 6 Tage die „Local Experience“ gebucht hatten. 🙂

Während Aitutaki auf den Cook Inseln das Paradies für die Sinne war, war Mana das Paradies für die Seele. 6 Tage lang lag mein Handy unberührt im Zimmer. Wir wohnten mit Locals in einem großen Haus, standen mit der Sonne auf und frühstückten gemeinsam mit den restlichen Gästen und Einheimischen. Die Füße den ganzen Tag im Sand, denn die Unterkunft lag direkt am Strand und so hatten wir 6 Tage lang keine Schuhe an! 🙂 Geil! Wir fühlten uns wie auf einer einsamen Insel und wirklich alle Sorgen waren vergessen. „Fiji Time – no hurries, no worries“ wurde hier gelebt. Direkt fühlte man sich als Teil der Mana Familie. Neue Mitglieder (die nur mit dem Boot einmal täglich ankamen) wurden mit Gesang und Vorstellungsrunde empfangen, Abreisende mit Umarmung, 1000 Fotos und Good bye-Lied verabschiedet.

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Dazwischen wurde viel gefeiert (schon wieder 😉 ), geangelt, frischer Thunfisch gegessen, kleine Ausflüge gemacht. Wie z.B. zur legendären und wunderschönen Cast away-Insel, auf der der gleichnamige Film gedreht wurde oder zu Cloud 9 – einer schwimmenden Bar mitten im Ozean, auf der man Pizza essen, die Bar leertrinken, schnorcheln und gewagte Sprünge machen konnte. Wir spielten viel Beach Volleyball, bastelten Kokosnuss-Schmuck, führten tiefgehende Gespräche und feierten feucht fröhlich. 🙂 Es war eine unglaublich tolle Zeit mit unglaublich tollen Menschen. Ein Gefühl von Freiheit, wie ich es selten erlebte und das ich für immer in meinem Herzen tragen werde.

Das Leben dort war so einfach. Auch das der Einheimischen. Ein toller Beweis dafür, dass es nicht viel braucht, um glücklich zu sein.

Zurück auf der Hauptinsel trafen wir unglaublicher Weise fast alle Menschen wieder, die wir bisher auf Fiji kennengelernt hatten. Es war ein unverhofftes großes Wiedersehen und für alle stand fest, dass musste nochmal gefeiert werden. Ein letztes Mal also. Danach gingen wir es gediegener an. 😉

Mal abgesehen von den wiederkehrenden Bettwanzen-Problemen 😦 Aber Pech verbindet… und so lernten wir beim Beschweren an der Rezeption ein super nettes Schweizer Pärchen kennen, mit denen wir noch die letzten 2 Tage an der Bettwanzen-Front kämpften. Keep fingers crossed, dass alle tot sind und wir keine mitgebracht haben. 😀

Fiji time is over…. Jetzt kommt das Kontrastprogramm: Hong Kong!

 

 

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