Südsee-Träume werden wahr

Die pazifische Südsee ist für viele der Inbegriff des Paradieses. So viele kleine Inselchen lassen sich hier finden – eine schöner als die andere.

Nun ist es von Deutschland aus ein teures Unterfangen, sich eine solche Reise zu gönnen… Aber wenn man schon mal in der Nähe ist. 😉

Unverschämt günstige 160€ kostete der Flug von Auckland auf die Cook Inseln. (Die eigentlich gar nicht geplant waren – ursprünglich stand Vanuatu auf dem Plan, aufgrund eines „Insider-Tipps“ haben wir uns jedoch für die Cookies entschieden.) Das gute Paradies besteht aus 15 Inseln, von denen wir in 18 Tagen aber nur 2 bereist haben.

Schließlich sollte es ja der Urlaub vom Urlaub werden und wir wollten nicht wieder von einer Attraktion zur nächsten eilen. (Urlaub kann man eine solche Reise eigentlich sowieso nicht nennen. 😀 Wo der feine Unterschied liegt, erzähle ich euch im nächsten Beitrag)

Die Hauptinsel Rarotonga ist wunderschön, da sie von einem Korallenriff geschützt ist und die pazifischen Riesenwellen schon dort brechen, ohne die türkise Strandidylle durcheinanderzubringen. 🙂 Feiner, weißer Muschelsand, glasklares Wasser – keine Wellen. Perfekt zum Baden, Sonnen und Schnorcheln.

Rarotongan Beach

Haste gedacht… Nicht, wenn 4 Tage lang genauso viel Wasser von oben kommt, wie im Meer vorzufinden ist. So saßen wir 4 Tage im Hostel fest, das so gar nicht zum Verweilen einlud. ^^ Aber… was macht der Deutsche, wenn er nichts Besseres zu tun hat? – Sich Freunde zum Bier trinken suchen. 😀 Das haben wir erfolgreich getan – und so wurden aus einer trübsalblasenden Stimmung diverse Partynächte, die so richtig reinhauten – auch in den Geldbeutel! Aber egal. 😉

Am 5. Tag wurde es wieder schön und blieb dann auch die restlichen 2 Wochen traumhaft. Zum Glück, denn als nächstes sollte es für uns mit einem Mini-Flieger nach Aitutaki gehen. Ein echtes Juwel und so viel vorweg: Das paradiesische Highlight auf unsrer bisherigen Reise! Ach was sag ich.. in unserem bisherigen Leben. 😀 Einfach ein Segen für die Augen!

Nun begann der eigentliche Urlaub, denn wir hatten einen Bungalow mit Küche, Terrasse und einem eigenen Bad, was als Langzeitreisender natürlich nicht an der Tagesordnung liegt. (Wir sind oft in Hostels unterwegs oder auch beim Campen, wo alles teilen angesagt ist. Da war das jetzt schon was Feines. 🙂 )

Aitutaki - Bungalow.JPG

Fortbewegt, haben wir uns mit einem pinken Barbie-Roller. 😀 Den durfte man aber so ohne Weiteres gar nicht fahren. Marcel musste vorher auf die Polizei-Wache und sich einen Führerschein für umgerechnet 1,75€ ausstellen lassen… Von einem Polizist in zivil, dessen Hand beim Ausfüllen des Scheins so zitterte, dass er sagte: „Haha, too much beer – please write yourself!“ und Marcel schließlich selbst seinen Schein ausfüllen sollte. 😀

20170526_094007.jpg

Alles ein bisschen anders hier! Die sogenannte Island Time oder auf Fiji dann Fiji Time musste oft und gern für längere Wartezeiten oder Patzer als Ausrede der Einheimischen herhalten. 😀 Von dieser Gelassenheit können wir uns echt was abschauen. 😉

Einen Tag auf Aitutaki kann man sich ungefähr so vorstellen: die Sonne weckt dich, Frühstück, mit dem Roller cruisen, Strand, Baden, Frisbee, Bierchen, Cruisen, Abendessen, Filmchen gucken. Und zwischendurch immer wieder über diese abgefahrenen Blautöne der Aitutaki Lagoon staunen (die angeblich sogar schöner sein soll als Bora Bora 🙂 ) Ein pures Freiheitsgefühl stellte sich ein. Einfach auf dieser kleinen Insel mitten im Nirgendwo – soweit weg von allem. Hier kann man wirklich abschalten. (Auch das Handy und sogar die Uhr haben wir versucht. Aber ohne Uhr einen Tag verbringen, ist gar nicht so einfach ^^ Probiert’s mal aus!)

Zum Pflichtprogramm zählt hier eine Lagoon Cruise mit mehreren Schnorchel-Spots, Lunch auf einer einsamen Insel und dem Besuch der legendären One-Foot-Island, auf der man einen Fußstempel in den Reisepass erhält. 🙂 Definitv ein traumhafter Tag!

Bisschen wehmütig war ich, als ich mich von unserem Lieblingsplatz an der Lagune verabschieden musste, da es am nächsten Tag wieder nach Rarotonga gehen sollte. Diesen Anblick werde ich nie vergessen.

Unsere Ankunft in Rarotonga war mehr als besonders. Marina und Christian, unsere neu gewonnenen Freunde aus verregneten Tagen, hielten uns einen tollen Empfang und holten uns am Flughafen mit Blumenkranz und einer ersten Ration Bier ab, so dass es sich ein bisschen wie Heimkommen anfühlte. Ganz großes Danke nochmal :-*

Bergrüßung.jpg

Die nächsten Tage ließen wir es langsam angehen – Ich war sowieso längst im Chiller-Modus und jeder Stress war mir zu viel. 😀 Die „Island Time“ hatte mich sozusagen angesteckt. Schön am Strand schlafen, mein erstes Mal auf einem Stand-up Paddelboard, gemeinsam im 2er-Kayak die Muri Lagune erkunden, diverse Märkte und einheimische Aktivitäten entdecken und den Sternenhimmel genießen. Herrlich.

Ach und zwischendurch immer mal wieder beim Muri Burger einkehren. 😀 „Darf ich noch eine Pommes?“ -klimper, klimper-

Auf der Hauptinsel hatten wir keinen Roller, da man hier auch gut mit Hitchhiken zurecht kommt. Die Einheimischen sind unheimlich freundlich und auf der einzigen Straße, die rund um die Insel führt, ist auch immer was los. Da kann es auch schon mal passieren, dass du dich zu den Bierflaschen und Gläsern des Vorabends auf einem Pick-up gesellen musst. 😀

Hitch hiking

Insgesamt ist hier alles sehr überschaubar. Auf Aitutaki leben ca. 1.700 Einwohner, auf Rarotonga ca. 9.000. Man erhält den Eindruck, als wäre die Welt hier noch ein wenig mehr in Ordnung. 😉 Große Ketten gibt es nicht. Auf der ganzen Insel gibt es kein freies WLAN – nirgends. So fanden wir uns auch mal ganz altmodisch in einem Internet-Cafe wieder. 😀 Und ansonsten gab es halt kein Internet! Hab es nicht vermisst!

Bei den meisten Betrieben handelt es sich um familiengeführte Unternehmen, die sich den Markt teilen. Auch bei der Lagoon Cruise gab es zwar verschiedene Anbieter, aber diese kannten sich untereinander und verstanden sich noch gut (nicht wie die Whitsunday Sailing Anbieter in Australien).

Internet-Cafe

Außerdem muss man dazu sagen, dass die Maori, die hier leben, sehr westlich orientiert sind. Viele Einheimische, mit denen wir gesprochen haben, haben schon in Australien oder Neuseeland gelebt. Die Preise sind ziemlich hoch – egal für was. Wir hoffen, es kommt an den richtigen Stellen an. 🙂 Und ich wünsche den Cook Inseln, dass sie trotz steigendem Tourismus ihre Authentizität behalten.

Und nun waren wir gespannt, was unser zweites Pazifik-Ziel zu bieten hatte. 🙂 Fiji

 

 

 

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