10 Highlights aus 6 Wochen Australien

6 Wochen sind schon um und wir haben so viel gesehen, dass mir einfach keine Zeit blieb, darüber zu schreiben. Dafür gibt es jetzt die Abrechnung: 10 Highlights, die uns in Australien nachhaltig beeindruckt haben! (inkl. Ranking)

1. Rainforest: Cape Tribulation und Atherton Tablelands

Das Beste kam zum Schluss. Die Atherton Tablelands mit ihren unzähligen Wasserfällen und einer traumhaften Landschaft verzauberten uns sofort. 4 Wasserfällen statteten wir einen Besuch ab. Nachdem ich schon beim Ersten fett ausgerutscht bin, aufs Steißbein geknallt und die Strömung mich fast mitgerissen hätte, sah ich davon ab, in den anderen zu baden. 😉

Zudem versteckt sich hier der Curtain Figtree. Eine riesige Würgefeige, die wirklich beeindruckend ist.

Curtain Figtree

Der Traumstrand aus dem Katalog wartete jedoch am anderen Ende des Daintree-Rivers auf uns. Hier – wo der älteste Regenwald der Welt (ca. 180!!! Millionen Jahre alt) auf das Great Barrier Reef trifft – fühlt man sich einfach ganz klein, ohne Hut. Dieser dichte Urwald mit riesiger Geräuschkulisse, wie man sie nur von Entspannungs-Dschungel-CDs kennt, wirkt fast unecht, so überwältigend ist er. Er geht bis direkt an den Strand, wo wir das Glück hatten, campen zu dürfen. Paradies! Am nächsten Tag noch im Dschungel-Pool schwimmen gewesen und mit Lianen geschwungen. Was will man mehr? (Nicht im Meer baden gehen, denn dort sind Krokodile und Quallen – fail!)

2. Great Barrier Reef: Schnorcheln und Segeln

Überall hört man, dass das Great Barrier Reef (fast) tot sei. Ich weiß ja nicht, wie es vorher aussah, aber es ist zumindest noch immer ein Ausflug wert. Es sind auf jeden Fall einige Stellen zu sehen, die ich laienhaft als mitgenommen bezeichnen würde. Trotzdem zeigt es sich noch oft bunt und mit vielen knalligen Fischen. Und die Größe des Riffs ist einfach gigantisch.

Zum Riff sind wir mit einem Katamaran gesegelt, genauso wie zu den Whitsunday Islands. Hier haben wir sogar 2 Nächte an Bord verbracht, was eine wirklich tolle Erfahrung war. Dank Reisetabletten gehörten wir auch nicht zu den Fischfütterern. 😉 An Bord konnten wir tolle Sonnenuntergänge auf dem Wasser genießen, schnorcheln, lecker essen und entspannen, von Bord ins Meer springen. Herrlich. Das Wasser um die Whitsundays ist ein türkiser Traum. Dafür waren die Inseln selbst leider ziemlich demoliert vom 4 Tage vorangegangenen Zyklon, der kein grünes Blatt an den noch stehenden Bäumen gelassen hat. 😦 Wir hoffen, dass sich die Region schnell wieder erholt!

3. Sternenhimmel

Mir war nicht bewusst, dass man auf der südlichen Hemisphäre mehr Sterne sieht. Gepaart mit oft viel weniger Lichtquellen als in unserem dicht besiedelten Deutschland ergibt sich daraus ein unglaubliches Bild. Die Milchstraße haben wir nicht selten super deutlich erkennen können und Millionen von anderen Sternen dazu. Wir konnten uns nicht satt sehen und unsere geliebte Canon hat dann am Ende noch mehr erkannt als wir. 😉

4. Rottnest Island

An der Westküste erwartete uns die kleine Insel Rottnest mit ihren super süßen und sehr fotogenen Inselbewohnern. Den Quokkas, die gerne mal für Selfies herhalten. Aber das ist nicht alles, was die Insel zu bieten hat. Eine Bucht türkiser als die andere gibt es hier mit dem Fahrrad und Schnorchel zu erkunden. Es war ein wunderschöner Tag und auch wenn die Fähre teuer war, würde ich die Insel auf jeden Fall weiterempfehlen.

5. Magnetic Island

Nicht ganz so Türkis, aber dafür viel grüner ist Magnetic Island, das gegenüber von Townsville easy mit der Fähre zu erreichen ist. Wie die Whitsunday Islands ist auch Magnetic Island ursprünglich (vor der letzten Eiszeit) ein Berg des Festlands gewesen und blieb danach als Insel zurück. Fand ich super interessant. Die Vegetation sieht auch einfach genauso aus, wie auf dem Festland. Wenn man Glück hat, kann man hier wilde Koalas sehen. Wir hatten Glück – und zwar auf dem Weg zu „The Forts“, ein alter Militärpunkt – der heute als perfekter Aussichtspunkt dient 🙂 War echt cool!

Albern, aber unser Highlight war das pinke Barbie-Mobil, das wir zum Erkunden der Insel gemietet hatten. Es war einfach zu witzig!

 

6. Melbourne

Wenn man mich fragen würde, welche Stadt mir in Australien am besten gefallen hat, würde ich ganz sicher Melbourne antworten. Das hängt natürlich mit vielen Faktoren zusammen. Während man in Melbourne meist kein Glück mit dem Wetter hat, hatten wir mächtiges. Denn es war die kompletten 6 Tage schön. (Dafür hat es in Sydney nur geregnet…) Zudem konnten wir bei meinem Cousin im Stadtzentrum unterkommen, was echt cool war. Wir haben in Melbourne eigentlich gar nicht viel gemacht, sondern uns einfach von der Atmosphäre der Stadt anstecken lassen, die so gechillt, entspannt und fröhlich ist, dass man sich ernsthaft fragt, ob in der Stadt überhaupt jemand arbeitet oder ob alle Urlaub haben. Nicht umsonst zur lebenswertesten Stadt der Welt gewählt. Kann ich nur unterstützen. Und dieses Gastronomieangebot…. 😀 Schrecklich.

7. Camping

Für Marcel und mich war es das erste Mal in einem Campervan. Spartanischst ausgerüstet, konnte man ihn auch wirklich nicht mit einem Wohnmobil vergleichen, sondern eher mit einem Hippie-Kombi. 😉 Trotzdem haben wir das campen lieben gelernt, denn es bedeutet Freiheit. Nicht selten sind wir irgendwo hingefahren und haben uns dann auf einmal erschrocken gefragt, ob wir nicht vielleicht unsere Badesachen vergessen haben. Aber dann ist uns eingefallen, dass wir ja immer alles dabei haben. Ein tolles Gefühl. Immer alles dabei, schlafen – essen – überall möglich.

Kostenlose Camping-Plätze dank Campermate-App immer gefunden. Und unzählige Grillabende mit neuen Freunden verbracht. Danke an alle, die diesen Roadtrip so schön gemacht haben. :-*

Unser Rhythmus hat sich schnell an den der Natur angepasst – um 8 schlafen gehen und um halb6 aufstehen. Belohnt wurden wir mit wunderschönen Sonnenaufgängen.

8. Caves

Wieder in Western Australia, diesmal weiter südlich befinden sich unzählige Tropfsteinhöhlen, die vor ungefähr 1 Millionen Jahren entstanden sind und sich stetig weiterentwickeln. Wir haben nur die Jewel Cave besichtigt, welche jedoch schon sehr beeindruckend war.

9. Cyclone Debbie

Dass ein Zyklon kein Highlight in dem Sinne ist, ist klar. Dennoch gehörte er zu unserem Trip, denn er durchquerte unseren Roadtrip an der Ostküste zwischen Brisbane und Cairns und brachte unseren Plan mächtig durcheinander. Eher zufällig erfuhren wir davon, dass ein Zyklon auf Australien zusteuert und waren dann 1 Woche mit nichts anderem beschäftigt, als uns überall zu informieren, wie die Lage jetzt ist und ob wir weiter in den Norden fahren können oder nicht. Als der Zyklon über die Whitsundays in Airlie Beach aufs Festland traf, waren wir gut 500km weiter südlich und harrten dort aus. Danach sollte der Sturm extrem viel Regen Richtung Süden bringen und alle rechneten mit Überschwemmungen. Also machten wir uns schnurstracks nach oben, wo uns schon die ein oder andere Straße als reißender Fluss die Fahrt erschwerte. Starkregen, Gewitter und Sturm ließen mich auf einem Campingplatz nicht schlafen, da es so viele Bäume gab. Wir verließen den Platz und campten unerlaubter Weise auf einem Supermarkt-Parkplatz. Da hätte mir bloß einer blöd kommen sollen. 😉 Im Nachhinein stellte sich heraus, dass wir immer rechtzeitig weitergefahren sind, da am Ende im Süden tatsächlich alles überschwemmt war und Orte, an denen wir 2 Tage zuvor noch waren, auf einmal von der Außenwelt abgeschnitten waren. Das ganze Ausmaß des Sturms wurde uns aber erst bewusst, als wir Richtung Airlie Beach fuhren, das auch 5 Tage nach Debbie keinen Strom oder fließend Wasser hatte. Und am weltberühmten Whiteheaven Beach war der Lookout zerstört sowie der Rest der Insel verwüstet.

 

Auch wenn wir Deutschen viel über das Wetter meckern, wir können froh sein, solch ein gemäßigtes Wetter zu haben und nicht jährlich mit solchen Katastophen konfrontiert zu werden. Und was haben wir noch gelernt? Stay flexible – Pläne funktionieren eh nie. 🙂

10. Kleine Welt

Neben den ganzen „Sehenswürdigkeiten“ war das größte Highlight, so viel Freunde und Familie am anderen Ende der Welt besuchen zu können, das man sich gar nicht so weit entfernt fühlte. Während uns meine ausgewanderte Sri Lankische Familie in Melbourne und Sydney gastfreundlichst umsorgte, konnten wir Marcel’s Kumpel Stephan in Perth und meine Kindergartenfreundin Ann Katrin in Sydney besuchen. Am Ende machten wir noch einen Abstecher zu meiner deutschen Großtante Ully in den Dschungel. Klein ist die Welt!

Mach’s gut Australien! Wir sehen uns bestimmt wieder… Jetzt geht es erstmal nach Neuseeland. 🙂

4 Comments

  1. Sandra's FlipFlops

    Liebe Ängi, meine Reise durch Australien und Neuseeland vor Jaaahren habe ich jetzt noch in meinem Erinnerungen präsent. Diese nimmt Dir niemand! Mein Ranking aus Deinem Ranking: 1. Quokka Selfie 2. Barbie Girls Movie 3. Bilder, wo DU eine Selfie Stange hälst >:)

    Gefällt 1 Person

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