6. Jammern

Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl des gemeinsamen Jammerns kennen die meisten von uns nur zu gut. Vielleicht nicht bewusst, aber dennoch ist es da. Jammern hat einen ziemlich hohen Stellenwert in unsrer Gesellschaft. Typischerweise über das Wetter,  die Wehwehchen oder die Arbeit. Dinge, über die jeder mitjammern kann, ohne wirklich tiefe Probleme ans Licht kommen zu lassen.

Auch ich jammere oft. Peinlich wird der Volkssport spätestens dann, wenn andere Völker bereist werden. Völker, denen es offensichtlich „schlechter“ gehen müsste als uns. Die aber viel zufriedener mit ihrem Leben zu sein scheinen.

Da relativieren sich unsere „Probleme“ ganz schnell. Hört euch selbst öfters mal zu, wenn es euch wieder ach so schlecht geht. Im Vergleich zu vielen anderen sind das meist Luxusprobleme.

Na klar, jeder muss mal Dampf ablassen und das ist auch gut so. Aber dann bitte über Dinge, die einen wirklich beschäftigen.

Schönes Beispiel: Gerade bin ich auf Sri Lanka. Hier mache ich eine Ayurveda-Kur. Eine Kur, zu der man sich freiwillig entschließt, um sich etwas Gutes zu tun. (Dazu mehr in einem folgenden Beitrag 🙂 ) Aber auch hier (es gibt viele Deutsche) wird an jeder Ecke gemeckert. Die Behandlung war 5 Minuten zu kurz, das Essen ist zu kalt, es ist so schwül, das Meer zu rau. Darüber wird sich natürlich auch rege ausgetauscht. Oh man! 😀

Wir müssen uns wirklichen mal auf der Zunge zergehen lassen, wie viel öfter wir negative Erlebnisse austauschen und wie lange uns diese teilweise beschäftigen.

In den Alltag Zuhause versetzt, könnte man sich jetzt fragen, über was wir denn dann Smalltalk halten sollen. Mmh… Wie wäre es mit den schönen Dingen im Leben: Was hat dich gestern glücklich gemacht? Was erweckte Dankbarkeit in dir?  Was hast du tolles für das Wochenende geplant? Auch: die Behandlungen sind wundervoll, das Essen ist lecker etc. anstatt immer nur in allem das Negative zu sehen.

Fazit: Wir sollten viel mehr Fokus auf das Positive im Leben setzen. Und das versuche ich jetzt. Wer macht mit?

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