Über Canyons und Canyons, die keine sind

Auf meiner Reise durch die USA habe ich einen Großteil in der Wüste verbracht. Ich war noch nie zuvor in der Wüste. Ein Meer aus Sanddünen – so habe ich sie mir vorgestellt. (Es gibt ja auch kein Google, das meine Vorstellung hätte realisieren können. ; )

Doch… ich wurde eines Besseren belehrt. Auch trockenes Land kann wunderschön und vielseitig sein und ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Es ist eine Landschaft, die man aus Europa kommend nicht kennt und gerade deshalb faszinierte sie mich so sehr und ist definitiv 2 Blogeinträge wert. 🙂

Los ging es im Bryce Canyon in Utah – nördlich des Grand Canyon. Dieser heißt fälschlicherweise Canyon, da er gar nicht durch einen Fluss entstanden ist, sondern durch Erosion. Auf 2.400 m liegend, war es hier temperaturtechnisch sehr angenehm. Und über uns sind stetig Gewitter gezogen. Haha… Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich auch keinen Fuß zwischen die Riesensäulen des Canyons gesetzt bei dem Donner. Doch der Gruppenzwang hat (glücklicherweise) gesiegt und die Wanderung war wirklich beeindruckend.

 

Das Highlight hier war jedoch unser Ritt durch den Canyon am nächsten Morgen. Gut – mein erstes Mal auf einem Pferd. Ich habe es offensichtlich überlebt und es hat auch wirklich (ja, wirklich wirklich) Spaß gemacht. Auch wenn die lebensmüden Pferde sehr gerne am Abhang liefen statt an der sicheren Wand und sie der Verdauung freien Lauf ließen 😀 Vor allem mein Pferd… und ich war die erste in der Schlange! Hahaa…

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Unser nächster Wüstenstop lag an der Grenze zu Arizona. Wir wollten unbedingt den wunderschönen Antelope Canyon besuchen. Doch zuerst erkundeten wir die Umgebung rund um den Ort Page und die Glen Canyon National Recreation Area mit dem riesigen Lake Powell (zweitgrößter Stausee der USA) und der noch riesigeren Staumauer von 216m Konstruktionshöhe.

Eine einzigartige Landschaft, in der wir dann (typisch amerikanisch) erstmal ein BBQ in der Picnic Area machten. Aber auch hier ließ das Gewitter nicht lange auf sich warten. Während meine Freunde sich dem mit tosenden Winden, einschlagenden Blitzen und lautem Donner ankündigenden Gewitter sehr entspannt entgegen schauten, aß ich meinen Teller so schnell wie möglich auf, um mich bis zur Ankunft des Gewitters alleine im Auto zu verstecken. 😀 Auch dieses Ereignis haben wir (alle) offensichtlich überlebt. 😉

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Das Gewitter sollte die ganze Nacht bleiben und bedrohte aufgrund des starken Regens auch unsere Tour am nächsten Tag durch den Antelope Canyon. Dieser wurde nämlich durch den Antelope Creek gebildet, der nur viel Wasser führt, wenn es zuvor Sturzregen gegeben hat. Und wenn der Canyon Wasser hat, kann man natürlich schlecht durchlaufen. 😉

Doch wir hatten Glück und durften den Lower Antelope Canyon mit einer geführten Tour begehen. So etwas Schönes habe ich selten gesehen. Unglaubliche Formationen, weich fließender Stein… traumhaft und nicht mit Worten zu beschreiben. Seht selbst:

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Im nächsten Wüsten-Beitrag berichte ich über unseren Ausflug nach Palm Springs und den Joshua Tree National Park. 🙂

 

 

 

 

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