Wag den Sprung

Es ist ein Sprung ins Ungewisse – ganz klar. Und das macht Angst. Aber es ist interessant, zu spüren, dass da eine Kraft ist, die noch stärker als die Angst vor der Ungewissheit ist – die Unzufriedenheit. Und wenn diese so groß wird, dass selbst die Angst es mit der Angst zu tun bekommt, ist es Zeit, etwas zu ändern.

Meine Höhenangst würde mich davon abhalten, einfach loszuspringen. Über etwas zu springen, bedeutet nämlich meist über einen Abgrund zu springen und dort geht es bekanntlich runter.

Es gehört also viel Mut dazu, einen solchen Sprung zu wagen. Kann es doch auch schiefgehen und man landet nicht dort, wo man es sich erhofft hat. Zu weit vorne, zu weit hinten oder man schafft es überhaupt gar nicht und fällt erstmal tief.

Doch was erhoffe ich mir von einem solchen Sprung ins Ungewisse? Oder anders gefragt: Warum sollte man einen Schritt in jene unbekannte Richtung nicht gehen, wenn einem das Bekannte nicht mehr zusagt?

In Zeiten der Unzufriedenheit wird das Unbekannte attraktiver. Ich fühle einen unheimlichen Drang nach Veränderung. Ungeahnte positive Energien werden frei, Interessen entwickeln sich und da ist plötzlich ein Mut, von dem ich normalerweise nur träume. Ich bin froh, dass es so gekommen ist und ich meine Unzufriedenheit im Job so ernst genommen habe, dass ich mich dazu entschied, zu kündigen. Erst dieser Schritt, der sowas von „out of my comfort zone“ war, entfachte das Feuer, das meinen Ballon nun über die Welt tragen wird.

Ich bin super gespannt, was das nächste Jahr bringt und ich bin auch sicher, dass sich zwischendurch Unsicherheiten und Zweifel breitmachen wollen. Aber wir sollten uns immer fragen, was kann uns wirklich passieren, wenn wir die gegenüberliegende Seite des Abgrunds nicht erreichen? Wer weiß, ob uns beim Fallen nicht vielleicht Flügel wachsen?

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